Diamantene Liebe

Montag. 25. September:
Ich muss mich tief bücken, um die niedrige Gartentür zu öffnen. Als ich mich wieder aufrichte, steht sie schon in der Eingangstür und lächelt mich an. Schön, dass Sie da sind, sagt sie. Und im Wohnzimmer empfängt mich der Mann mit den Worten: Wir waren schon sehr gespannt auf diesen Nachmittag. Dann erzählen sie: Von der Liebe auf den ersten Blick. Von Wohnorts- und Jobwechseln, von Kindern und Enkelkindern, von Krankheit und Gesundwerden. Und davon, wie die Liebe immer geblieben ist. Nie über die Nacht streiten, ist eines ihrer Geheimnisse. Es darf dazwischen auch mal laut werden, aber man bevor man zu Bett geht, muss man sich wieder versöhnen.

Im Oktober werden sie ihre diamantene Hochzeit feiern. Mit einem schönen Essen im Kreis von Familie, Freundinnen und Freunden. Und mit einem Gottesdienst in Kriegenbrunn. Sie wollen sich noch einmal versprechen, was sie einander in jungen Jahren zugesagt haben: zusammenzubleiben, bis der Tod sie scheidet.
Ich hab so ein großes Glück gehabt, sagt er. Bei allem Hoch und Tief stand sie an meiner Seite. Tief bewegt verabschiede ich mich. Und gehe nach Hause zu meinem Mann. Heute ist unser 18. Hochzeitstag.

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