Sekretariatsvertretung

Dienstag, 21. März:
Unsere Pfarramtssekretärin ist im Urlaub. Ich vertrete sie, so gut es geht. Vor mir liegt eine Liste mit Tätigkeiten, die ich nicht vergessen darf: Briefkasten leeren. Redaktionsschluss Gemeindebrief. Abkündigungen.

Während ich noch mit der Post beschäftigt bin, kommt schon ein Mitarbeiterin und bringt die Sachen vom gestrigen Frauenfilmabend zurück. Derweil klingelt das Telefon. Der Kollege will wissen, wie viele Leute sich zum regionalen Kirchenvorstandstag am 31. März angemeldet haben. Dafür bin ich nicht zuständig. Ich verspreche trotzdem zu helfen. Das zweite Telefon klingelt. Ich hebe ab und habe plötzlich an jedem Ohr einen Hörer. Aus einem spricht noch der Kollege, aus dem anderen fragt eine Frau: Hallo? Hallo? Gleichzeitig klopft es an der Tür. Eine Frau mit Kinderwagen bringt Unterlagen für die Taufe ihres Kindes vorbei.

So geht es weiter, eine Stunde lang: Raumanfragen, Spenden, einer von den Stadtwerken will die Zählerstände ablesen und muss in den Keller des Mesnerhauses. Ich habe keine Ahnung, wo der Schlüssel ist und telefoniere herum. Gott sei Dank kommt gerade der neue Mesner vorbei und hilft.

Dann geht es auf Mittag zu und es wird plötzlich ruhig. Der Mann von den Stadtwerken verabschiedet sich und der Schreibtisch ist voll mit Notizen. Zwei Stunden brauche ich um zu sortieren und wegzuarbeiten.

Ich wusste schon immer, dass unsere Sekretärin sehr gute Arbeit macht. Wie es sich anfühlt, kann ich jetzt etwas erahnen. Sie hätte heute Vieles besser gelöst als ich. Trotzdem bin ich ein bisschen stolz auf mich.

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